MÄNNERGESUNDHEITSTAG ESSEN 2005
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Erektile Dysfunktion

Zahlen

Etwa ein Viertel aller Männer in Deutschland zwischen 30 und 80 Jahren leidet zumindest vorübergehend an Erektionsstörungen. Weltweit sind 153 Millionen Männer von einer Impotenz oder erektilen Dysfunktion (ED) betroffen. Die Wahrscheinlichkeit einer Potenzstörung steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Doch nicht jeder Mann will oder braucht tatsächlich Hilfe. Das variiert je nach Ursache und Dauer der Störung, Alter und Lebensumständen des Betroffenen.

Krankheitsbild

Erektile Dysfunktion heißt: der Penis versteift sich nicht mehr ausreichend bzw. die Versteifung hält nicht lange genug an, um einen befriedigenden sexuellen Akt zu erleben. Diese Form der Potenzstörungen reicht von gelegentlichen Problemen bis zum gänzlichen Verlust der Erektionsfähigkeit. Von einer erektilen Dysfunktion im medizinischen Sinne spricht man, wenn die Probleme mindestens sechs Monate anhalten und 70 Prozent der Versuche, den Geschlechtsverkehr zu vollziehen, erfolglos sind.

Organische Störungen wie Gefäßverkalkung, Diabetes mellitus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bei Männern über 50 Jahre in der Mehrzahl der Fälle die Ursache einer erektilen Dysfunktion. Diese kann unter Umständen auch ein Anzeichen für eine beginnende koronare Herzkrankheit sein, weshalb sich nicht nur der Urologe, sondern auch der Kardiologe mit diesem Thema auseinandersetzt.

Aber auch die Seele spielt bei einer ED eine wichtige Rolle. Leichte körperliche Störungen können durch psychische Faktoren intensiviert werden. Viele Männer empfinden eine Potenzstörung als Schwächung ihrer männlichen Identität. Die Angst vor erneutem Versagen der Männlichkeit verstärkt wiederum die erektile Dysfunktion. Sexualwissenschaftler und Psychologen sehen sexuelle Störungen in erster Linie als verschlüsselte Botschaften von Hemmungen, Ängsten, Leistungsdruck und Stress.

Vorsorge/ Früherkennung

Scham über den Verlust der Männlichkeit führt dazu, dass viele Männer lange zögern, ehe sie einen Spezialisten aufsuchen. Doch auch hier gilt, je früher das Problem behandelt wird, umso höher sind die Heilungschancen.
Vor allem weil eine erektile Dysfunktion ein Warnsignal für eine organische Störung wie eine Gefäßverkalkung sein kann, ist es empfehlenswert, frühzeitig einen Arzt zu konsultieren. Ursachen wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Blutzucker (Diabetes) müssen rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

Selbsthilfe

Weitere Informationen und Hilfe bekommen Sie unter:
www.impotenz-selbsthilfe.de
www.impodoc.de
www.ed-magazin.de
www.der-gesunde-mann.de
www.isg-info.de


MÄNNERGESUNDHEITSTAG ESSEN 2005
     
Westdeutsches Tumorzentrum ESSEN e.V. WESTDEUTSCHES HERZZENTRUM - KLINIK FÜR KARDIOLOGIE
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