Prostatakrebs
Zahlen
Tumoren aus dem urologischen Fachgebiet (Niere, Blase,
Hoden, Prostata) machen zirka 25 Prozent aller bösartigen
Tumoren aus. Der häufigste bösartige Tumor des Mannes
überhaupt ist inzwischen der Prostatakrebs
(Prostatakarzinom). Mit über 35.000 Neuerkrankungen jährlich
allein in Deutschland liegt er vor Lungen- und Darmkrebs. Der
Prostatakrebs entwickelt sich im Gegensatz zu vielen anderen
Tumoren eher langsam. Ein Viertel jedoch verläuft aggressiv
und erfordert umgehenden Handlungsbedarf.
Krankheitsbild
Prostatakrebs ist ein bösartiger Tumor (Karzinom, Krebs)
der Vorsteherdrüse (Prostata) des Mannes. Die Prostata hat
die Form und Größe einer Kastanie. Sie befindet sich direkt
unterhalb der Harnblase und umgibt den oberen Teil der
Harnröhre wie einen Ring. Die Hauptfunktion der Prostata ist
es, ein Sekret zu bilden, das der Samenflüssigkeit beim
Samenerguss beigemengt wird.
Das Krebsgeschwür bleibt häufig lange unerkannt, da es
zunächst keinerlei Beschwerden verursacht. Erst im
fortgeschrittenen Stadium kann es allmählich die Harnröhre
einengen und damit Blasenentleerungsstörungen nach sich
ziehen. Solche Störungen sind zum Beispiel häufiges Wasserlassen,
vor allem in der Nacht, ein starker Drang zum Wasserlassen
oder Harntröpfeln. Andere Erkrankungen der Prostata (z.B.
gutartige Vergrößerung, Entzündung) können jedoch
vergleichbare Beschwerden machen.
Vorsorge/ Früherkennung
In jedem Fall gilt: Je früher der Krebs erkannt wird, umso
besser stehen die Heilungschancen. Das bedeutet: Heilung ist
in den meisten Fällen möglich, wenn der Krebs noch keine
Beschwerden macht (Frühstadium). Da aber nur rund 15 Prozent
der Männer die Krebsvorsorge nutzen und der Prostatakrebs
erst in späteren Stadien Beschwerden macht, werden ein
Drittel der Tumore erst dann erkannt, wenn eine Heilung nur
noch bedingt oder gar nicht mehr möglich ist.
Im Rahmen der Krebsvorsorge kann der Krebsmarker PSA im
Blut gemessen. PSA (prostataspezifisches Antigen) ist ein
Eiweißstoff, den die Vorsteherdrüse des Mannes (Prostata)
produziert. Der PSA-Wert ist kein spezifischer Krebsmarker,
denn er kann bei jeder Prostataerkrankung erhöht sein, ob
gutartig oder bösartig. Er ist jedoch ein Warnsignal, was
weitere Untersuchungen durch den Urologen nach sich ziehen
sollte.
Nutzen Sie die Gelegenheit und lassen Sie sich kostenfrei
testen auf dem Männergesundheitstag am 15. Oktober in der
Philharmonie Essen!
Die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. bietet
umfangreiches Informationsmaterial unter:
www.krebsgesellschaft.de
Selbsthilfe
Mehr Informationen und Hilfe finden Sie unter:
BPS - Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.
Postfach 10 11 25
30983 Gehrden
Tel. 05108-926646
Fax 05108-926647
www.prostatakrebs-bps.de
SHG - Prostatakrebs - Betroffene, Nürnberg
Kreuzsteinweg 45
90765 Fürth
www.prostatakrebs-bps.de
www.prostata.de
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